Kulturerbe

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Hintergrund

Musikkultur

Ein Dudelsack, der mit dem Ellenbogen atmet: die Uilleann Pipes aus Irland

Die Uilleann Pipes unterscheiden sich deutlich von vielen anderen Dudelsäcken: Ihre Luft gelangt nicht durch ein Mundstück in den Sack, sondern über einen kleinen Blasebalg. Dieser wird zwischen Arm und Hüfte bewegt – daher auch der Name, denn „uilleann“ bezieht sich auf das irische Wort für Ellenbogen. Die Melodie entsteht auf der Spielpfeife, dem Chanter. Begleitende Bordunpfeifen erzeugen lang gehaltene Grundtöne. Bei vollständig ausgebauten Instrumenten kommen sogenannte Regulators hinzu: zusätzliche […]

today6. September 2026

Musikkultur

Wenn Aprikosenholz zu singen beginnt: die Duduk aus Armenien

Die Duduk ist ein armenisches Blasinstrument mit einem breiten Doppelrohrblatt. Ihr meist aus Aprikosenholz gefertigter Korpus verleiht ihr einen warmen, weichen und leicht näselnden Klang, der oft an die menschliche Stimme erinnert. Besonders eindrucksvoll klingt die Duduk im Zusammenspiel zweier Musiker: Während einer die Melodie gestaltet, hält der andere mithilfe der Zirkularatmung einen gleichmäßigen Bordunton. So entsteht ein dichter Klangraum, in dem selbst feine melodische Verzierungen deutlich hörbar werden. Seit […]

today27. August 2026

Musikkultur

Viele Instrumente, ein gemeinsamer Klang: Gamelan aus Indonesien

Gamelan bezeichnet sowohl ein traditionelles indonesisches Ensemble als auch die Gesamtheit seiner Instrumente. Dazu gehören vor allem kunstvoll gefertigte Gongs, Metallophone und Gongspiele, ergänzt durch Trommeln, Becken und – je nach regionaler Tradition – weitere Instrumente. Seinen besonderen Charakter erhält der Gamelan durch das präzise Zusammenspiel: Einzelne Klangmuster greifen ineinander und bilden gemeinsam vielschichtige rhythmische und melodische Strukturen. Dabei besitzt jedes Ensemble seine eigene klangliche Identität – die Instrumente werden […]

today24. August 2026

Musikkultur

Wenn Holz und Metall gemeinsam erzählen: die Mbira/Sansi

Heute führt unsere musikalische Reise nach Malawi und Simbabwe. Dort gehört die Mbira/Sansi seit Generationen zu den prägenden Klanginstrumenten vieler Gemeinschaften. Auf einem Holzbrett befestigte Metallzungen werden mit den Daumen oder weiteren Fingern gezupft. Manchmal verstärkt ein Resonanzkörper aus Holz oder einer Kalebasse den sanft perlenden, zugleich rhythmischen Klang. Besonders faszinierend ist die zyklische Struktur der Musik: Ein Thema kehrt immer wieder, verändert sich dabei jedoch leicht und verbindet sich […]

today23. August 2026