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TerraTanica One World, Many Cultures, Countless Sounds.
Heute ist Montag, der 17. August 2026. An der Nordseeküste trifft afro-kubanische Musik auf Jazz, am spanischen Mittelmeer beginnt ein öffentliches Forum über gesellschaftliche Zukunftsfragen, und in New York nimmt ein großes Aktionsfestival Gestalt an.
Die Orte, Genres und Größenordnungen könnten unterschiedlicher kaum sein. Trotzdem verbindet sie eine Idee: Musik ist nicht nur das, was auf einer Bühne geschieht. Sie kann Menschen zusammenführen, Geschichten weitertragen und einen Raum schaffen, in dem gemeinsames Nachdenken möglich wird.
In den Hapag-Hallen in Cuxhaven spielt heute Abend das Roberto Fonseca Trio. Das Konzert „From Cuba with Love“ gehört zum Musikfest Bremen und bringt den kubanischen Pianisten und Sänger Roberto Fonseca gemeinsam mit dem Bassisten Felipe Cabrera und dem Perkussionisten Ruly Herrera auf die Bühne.
Fonsecas Musik verbindet afro-kubanische Wurzeln mit Jazz, Funk, Soul und zeitgenössischen Einflüssen. Diese Mischung ist keine beliebige Aneinanderreihung verschiedener Stile. Sie erzählt von musikalischen Wegen, Begegnungen und persönlichen Erfahrungen. Fonseca arbeitete mit Musikerinnen und Musikern des Buena Vista Social Club ebenso wie mit prägenden Stimmen des internationalen Jazz.
Wenn solche Einflüsse in einem Konzert zusammenkommen, wird Tradition nicht auf einen unveränderlichen Zustand festgelegt. Sie bleibt erkennbar und kann sich zugleich weiterentwickeln. Eine musikalische Herkunft wird dadurch nicht kleiner, sondern erhält neue Verbindungen.
Im spanischen Benicàssim beginnt heute das reguläre Programm des Rototom Sunsplash. Neben Konzerten, Film, Workshops und Angeboten rund um Reggae startet auch das Social Forum des Festivals. Die Veranstaltungen finden bei freiem Eintritt im städtischen Theater statt.
Auf dem Programm stehen Fragen, die weit über Musik hinausreichen: die Klimakrise und Migration, ethische Grenzen künstlicher Intelligenz sowie die Lage der Pressefreiheit. Dass solche Themen in den Rahmen eines Musikfestivals gehören, ist kein Widerspruch. Festivals bringen Menschen mit unterschiedlichen Erfahrungen an einem Ort zusammen. Diese Aufmerksamkeit kann auch für Gespräche genutzt werden, die im Alltag häufig zu kurz kommen.
Musik ersetzt dabei keine politische Debatte und kein konkretes Handeln. Sie kann jedoch Interesse wecken, Zugänge erleichtern und Menschen erreichen, die eine klassische Konferenz vielleicht nie besuchen würden. Der gemeinsame Rhythmus wird so nicht zur Antwort auf alle Fragen, aber möglicherweise zum Beginn eines Austauschs.
Auch die vor wenigen Tagen veröffentlichte Ankündigung für das Global Citizen Festival 2026 zeigt diese Verbindung von Musik und gesellschaftlichem Engagement. Am 26. September sollen im New Yorker Central Park unter anderem Lauryn Hill und Wyclef Jean, Lenny Kravitz, John Legend, Lainey Wilson, Shaboozey und TOMORROW X TOGETHER auftreten.
Der Zugang zum Festival ist überwiegend an konkrete Aktionen gegen extreme Armut gekoppelt. Die diesjährige Kampagne richtet den Blick auf Bildungschancen für Kinder, die Unterstützung kleinbäuerlicher Betriebe und einen verlässlichen Zugang zu Elektrizität. Musik schafft hier Reichweite und Aufmerksamkeit; die eigentliche Wirkung soll durch Engagement, Finanzierung und politische Zusagen entstehen.
Solche Großveranstaltungen dürfen kritisch betrachtet werden. Bekannte Namen allein lösen keine gesellschaftlichen Probleme. Entscheidend ist, ob Versprechen transparent werden, Betroffene mitgestalten können und angekündigte Mittel tatsächlich dort ankommen, wo sie gebraucht werden. Trotzdem zeigt das Format, wie kulturelle Öffentlichkeit genutzt werden kann, um Themen über Fachkreise hinaus sichtbar zu machen.
Was haben ein Trio in Cuxhaven, ein Gesprächsforum am Mittelmeer und eine geplante Großveranstaltung in New York gemeinsam? Alle drei setzen darauf, dass Begegnung mit Aufmerksamkeit beginnt.
Wer Musik aus einer anderen Region hört, begegnet nicht automatisch einer ganzen Kultur. Ein einzelnes Lied kann niemals alle Geschichten eines Ortes erzählen. Aber es kann eine Tür öffnen: zu einer Sprache, einem Instrument, einer historischen Erfahrung oder einer künstlerischen Perspektive, die bisher unbekannt war.
Auch Radio kann ein solcher Begegnungsraum sein. Es nimmt uns die vollständige Kontrolle über die nächste Auswahl und schenkt uns damit die Möglichkeit, überrascht zu werden. Ein Stück bleibt vielleicht zunächst fremd. Dann fällt ein Rhythmus auf, eine Stimme oder eine einzelne Klangfarbe. Aus wenigen Minuten kann Neugier entstehen.
Radio TerraTanica lädt Dich ein, mit offenen Ohren durch diese musikalische Vielfalt zu reisen. Nicht jeder Klang muss vertraut sein. Nicht jede Begegnung braucht sofort eine Erklärung. Manchmal beginnt Verbindung ganz einfach damit, dass wir zuhören.
Geschrieben von: TerraTanica
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